Privatjet-Charter-Guide: Kosten, Flugzeugwahl, Buchung & Ablauf
Privatjet-Charter bedeutet, ein vollständiges Flugzeug für eine individuell geplante Mission zu buchen. Route, Abflugzeit, Flughafen, Kabine, Gepäck und Service werden auf den konkreten Bedarf abgestimmt. Der Preis gilt in der Regel für das Flugzeug und nicht pro Sitzplatz.
Dieser Guide erklärt, wie Privatjet-Charter funktioniert, welche Flugzeugklasse zu welcher Reise passt, wodurch Kosten entstehen, welche Informationen für ein belastbares Angebot nötig sind und was zwischen Anfrage und Landung operativ geschieht.
Lohn Aviation Executive plant, koordiniert und führt Privatjet-Flüge für Privatpersonen, Unternehmen, Family Offices, Delegationen und institutionelle Kunden durch. Zum Einsatz kommen eigene beziehungsweise direkt gemanagte Kapazitäten sowie bei Bedarf ausgewählte internationale Partner.
Privatjet-Charter verständlich erklärt
Ein Privatjet-Flug beginnt nicht mit einem bestimmten Flugzeugmodell, sondern mit der Mission. Entscheidend sind Strecke, Datum, gewünschte Abflugzeit, Anzahl der Gäste, Gepäck, Haustiere, bevorzugte Flughäfen, Kabinenanforderungen und die notwendige Flexibilität.
Lohn Aviation übersetzt dieses Reiseprofil in eine operative Lösung. Dazu gehören die Auswahl einer geeigneten Flugzeugklasse, die Prüfung der tatsächlichen Verfügbarkeit, die Abstimmung mit Crew und Operating Carrier sowie die Klärung von Slots, Genehmigungen, Handling, Wetter, Reichweite und Flughafenöffnungszeiten.
Das Ergebnis ist keine Flugzeugsuche nach dem größten oder bekanntesten Modell, sondern eine belastbare Verbindung aus Sicherheit, Verfügbarkeit, Komfort, Reisezeit und Kosten.
Kurzantwort
- Gebucht wird üblicherweise das gesamte Flugzeug, nicht ein einzelner Sitzplatz.
- Der günstigste Jet ist nicht automatisch die wirtschaftlichste Gesamtlösung.
- Reichweite, Passagierzahl und Gepäck müssen gemeinsam betrachtet werden.
- Ein näher gelegener Regionalflughafen kann die Tür-zu-Tür-Zeit deutlich verkürzen.
- Der tatsächliche Preis entsteht aus Flugzeug, Flugzeit, Positionierung, Flughäfen, Crew und Zusatzleistungen.
- Das konkrete Flugzeug und der verantwortliche Operating Carrier werden vor der Mission bestätigt.
Für ein Angebot genügen zunächst Strecke, Datum, Gästezahl und besondere Anforderungen.
Privatjet buchen: die sieben wichtigsten Entscheidungen
1. Was genau wird bei einem Privatjet-Charter gebucht?
Beim On-Demand-Charter wird ein Flugzeug mit Crew für eine konkrete Reise bereitgestellt. Anders als bei einem Linienflug bestimmen nicht Flugplan und Sitzplatzangebot die Reise, sondern das vereinbarte Routing und die bestätigte operative Durchführbarkeit.
Das Angebot umfasst die definierte Flugmission. Je nach Auftrag können Positionierungsflüge, Handling, Flughafengebühren, Crew-Kosten, Catering oder weitere Leistungen enthalten sein. Deshalb sollten Angebote nicht nur anhand einer Endsumme, sondern anhand von Flugzeug, Routing, Bedingungen und Leistungsumfang verglichen werden.
2. Welche Flugzeugklasse passt zur Mission?
Die passende Klasse ergibt sich aus der gesamten Mission. Turboprops und Light Jets können auf regionalen Strecken sehr effizient sein. Midsize- und Super-Midsize-Jets bieten mehr Kabinenraum und Reichweite. Long-Range- und Ultra-Long-Range-Jets sind für interkontinentale Direktverbindungen und anspruchsvolle Langstreckenprofile ausgelegt.
Neben Reichweite und Sitzplätzen zählen Gepäckraum, Ladetür, Kabinenhöhe, Pistenanforderungen, Wetterreserven, Crew-Konzept und die konkrete Kabinenkonfiguration. Der Lohn Aviation Fleet Guide erläutert einzelne Muster und Reiseprofile im Detail.
3. Welche Flughäfen sind sinnvoll?
Privatflüge können neben großen Verkehrsflughäfen zahlreiche Business- und Regionalflughäfen nutzen. Das kann Wege am Boden verkürzen und eine Reise näher an Start- und Zielort bringen. Der geografisch nächstgelegene Flughafen ist jedoch nicht immer die beste operative Wahl.
Geprüft werden unter anderem Pistenlänge und -zustand, Wetter, Öffnungszeiten, Zoll und Einreise, Slots, Handling, Nachtflugbeschränkungen, Parkpositionen und die Leistungsfähigkeit des vorgesehenen Flugzeugs. Entscheidend ist die realistische Tür-zu-Tür-Lösung, nicht nur die Entfernung auf der Karte.
4. Wie viele Gäste, wie viel Gepäck und welche Sonderwünsche?
Passagierzahl und Gepäck beeinflussen Flugzeugwahl, Reichweite und Zuladung. Koffer, Skier, Golfbags, Fahrräder, Musikinstrumente, Musterkoffer oder medizinische Ausrüstung benötigen ausreichend Volumen, Gewichtskapazität und eine passende Ladetür.
Haustiere, Mobilitätshilfen, besondere Verpflegung, Sicherheitsanforderungen oder vertrauliche Abläufe sollten bereits bei der Anfrage genannt werden. So lässt sich vor Abflug verbindlich prüfen, was im konkreten Flugzeug und auf der vorgesehenen Route möglich ist.
5. Wie kurzfristig kann ein Flug organisiert werden?
Ein Privatjet kann abhängig von Flugzeugstandort, Crew-Verfügbarkeit und Route teilweise noch am selben Tag organisiert werden. Eine sofortige Abfluggarantie wäre jedoch unseriös. Dienstzeiten, Slots, Genehmigungen, Handling, Wetter, Flughafenöffnungszeiten und Positionierung setzen den tatsächlichen Rahmen.
Bei grenzüberschreitenden Reisen, Visa- oder Einreiseanforderungen, Sondergepäck und komplexen Multi-City-Routings ist zusätzlicher Vorlauf sinnvoll. Lohn Aviation nennt nach Prüfung die frühestmögliche realistische Abflugzeit.
6. Wie setzt sich der Charterpreis zusammen?
Privatjet-Charter hat keinen universellen Kilometer- oder Sitzplatzpreis. Die Kalkulation berücksichtigt Flugzeugtyp, Blockzeit, Positionierung, Nachfrage, Flughafengebühren, Handling, Navigation, Crew, mögliche Übernachtungen, Enteisung, Steuern und bestellte Zusatzleistungen.
Ein Hinflug kann zwei Positionierungssegmente auslösen. Ein Hin- und Rückflug kann günstiger sein, wenn Flugzeug und Crew am Ziel bleiben können – oder teurer, wenn Standzeit, Parkgebühren und Crew-Unterbringung anfallen. Deshalb ist jede Mission individuell zu kalkulieren.
7. Wer ist der verantwortliche Operating Carrier?
Der Operating Carrier ist das Luftfahrtunternehmen, das den gewerblichen Flug innerhalb seiner genehmigten Betriebsstruktur verantwortlich durchführt. Das konkrete Unternehmen wird für jede Mission zusammen mit Flugzeug und Verfügbarkeit bestätigt.
Lohn Aviation führt Privatjet-Missionen mit eigenen Crews und eigenen beziehungsweise direkt gemanagten Kapazitäten durch und ergänzt diese, wenn Auftrag, Strecke oder Flugzeugtyp es erfordern, durch ausgewählte internationale Partner. Gewerbliche Charterflüge erfolgen unter dem AOC des bestätigten Operating Carriers. NCO und NCC bezeichnen demgegenüber nichtgewerbliche Betriebsformen, die insbesondere im Eigentümer- und Aircraft-Management-Kontext relevant sind.
Was kostet ein Privatjet-Flug?
Der Charterpreis gilt normalerweise für das gesamte Flugzeug. Die Anzahl der Gäste verändert den Preis oft weniger stark als Flugzeugklasse, Flugzeit und Positionierung. Trotzdem kann eine höhere Passagierzahl ein größeres Flugzeug oder zusätzliche Reichweitenreserven erforderlich machen.
| Kostenfaktor | Warum er relevant ist |
|---|---|
| Flugzeugklasse | Größe, Reichweite, Verbrauch, Crew- und Betriebskosten unterscheiden sich erheblich. |
| Blockzeit | Kalkuliert wird regelmäßig die operative Zeit vom Rollen am Start bis zum Stillstand am Ziel. |
| Positionierung | Das Flugzeug muss möglicherweise leer zum Abflugort oder nach dem Auftrag weiterfliegen. |
| Flughäfen & Handling | Lande-, Park-, Slot-, Sicherheits- und Abfertigungsgebühren variieren stark. |
| Crew & Standzeit | Dienstzeiten, Hotels, Transfers oder ein Crewwechsel können erforderlich werden. |
| Zusatzleistungen | Catering, Enteisung, Bodentransfers, besondere Genehmigungen und individuelle Wünsche werden missionsbezogen berücksichtigt. |
Ein seriöses Angebot nennt deshalb nicht nur einen Preis, sondern auch Routing, Flugzeug, Leistungsumfang, Zahlungs- und Stornobedingungen sowie den bestätigten Operating Carrier.
Welche Angaben machen ein Angebot belastbar?
Für eine erste Prüfung reichen meist:
- gewünschter Abflug- und Zielflughafen oder die jeweiligen Städte,
- Reisedatum und bevorzugte Uhrzeit,
- Hinflug, Rückflug oder Multi-City-Routing,
- Anzahl der Erwachsenen, Kinder und gegebenenfalls Tiere,
- Anzahl, Art und ungefähre Größe besonderer Gepäckstücke,
- Wünsche zu Kabine, Catering, Transfer, Sicherheit oder Betreuung.
Je genauer das Briefing, desto präziser lassen sich Flugzeug, Flughafen und Preis kalkulieren. Fehlen einzelne Angaben, klärt Lohn Aviation sie persönlich im weiteren Verlauf.
Flugzeugklassen im Vergleich
Flugzeugklassen sind eine erste Orientierung, keine Buchungsgarantie. Sitzplätze, Reichweite, Gepäckraum und Kabine unterscheiden sich auch innerhalb einer Klasse. Die konkrete Eignung wird immer für das einzelne Flugzeug, die tatsächliche Kabinenkonfiguration und die geplante Mission geprüft.
Wer einzelne Modelle vergleichen möchte, findet im Fleet Guide detaillierte Profile und Direktvergleiche. Die aktuelle Flottenübersicht zeigt das veröffentlichte Executive-Portfolio.
Für kurze und regionale Strecken
Kolbenmotorflugzeuge, Turboprops, Very Light Jets und Light Jets können bei kleinen Gruppen und regionalen Strecken eine sehr effiziente Wahl sein. Viele Regionalflughäfen liegen näher am tatsächlichen Ziel; einige Muster können kürzere Pisten nutzen als große Jets.
Turboprops sind nicht automatisch die langsamere Gesamtlösung. Wenn sie einen näher gelegenen Flughafen erreichen oder Positionierung vermeiden, kann die Tür-zu-Tür-Zeit günstiger ausfallen. Gleichzeitig müssen Kabinenkomfort, Wetter, Reichweite und Gepäck zur Mission passen.
Für größere Gruppen und Langstrecken
Midsize- und Super-Midsize-Jets verbinden Reichweite, Geschwindigkeit und Kabinenkomfort für längere europäische und ausgewählte interkontinentale Strecken. Long-Range- und Ultra-Long-Range-Jets sind für globale Missionen, größere Gruppen, umfangreicheres Gepäck und längere Aufenthalte an Bord ausgelegt.
Bei Langstrecken werden neben nomineller Reichweite auch Gegenwind, Temperatur, Reserven, Ausweichflughäfen, Zuladung, Crewkonzept und mögliche technische Stopps geprüft. Eine veröffentlichte Maximalreichweite ist daher nie automatisch die garantierte Reichweite des konkreten Charterfluges.
| Flugzeugklasse | Typische Gästezahl | Typische Stärken | Geeignete Reiseprofile |
|---|---|---|---|
| Piston & Turboprop | etwa 2–8 | Effizienz, regionale Flughäfen, flexible Pistenprofile | Kurze Strecken, Inseln, kleinere Gruppen |
| Very Light & Light Jet | etwa 4–8 | Jet-Geschwindigkeit und kompakte Wirtschaftlichkeit | Europäische Direktflüge und Geschäftsreisen |
| Midsize Jet | etwa 6–9 | Mehr Kabine, Gepäck und Reichweite | Längere Europa- und Mittelstrecken |
| Super Midsize Jet | etwa 7–10 | Großzügigere Kabine und höhere Nonstop-Fähigkeit | Europa, Naher Osten und ausgewählte Transatlantikprofile |
| Long Range Jet | etwa 8–14 | Interkontinentale Reichweite, große Kabine, Ruhebereiche | Langstrecke, Delegationen und Familienreisen |
| Ultra Long Range Jet | etwa 10–17 | Maximale globale Nonstop-Fähigkeit und Kabinenkomfort | Sehr lange interkontinentale Missionen |
Die Werte sind klassenbezogene Orientierungen. Das konkrete Flugzeug kann je nach Zulassung und Kabinenkonfiguration abweichen. Reichweite und Zuladung werden für jede Mission neu berechnet.
Von der Anfrage bis zur Landung
1. Briefing und Bedarfsanalyse
Die Anfrage wird nicht nur als Strecke, sondern als vollständiges Reiseprofil betrachtet. Lohn Aviation klärt Zeiten, Flughäfen, Gäste, Gepäck, Tiere, Catering, Transfers, Sicherheitsanforderungen und gewünschte Flexibilität.
Wenn Start oder Ziel noch nicht feststehen, werden geeignete Flughäfen nach Erreichbarkeit, Öffnungszeiten, operativer Machbarkeit und Tür-zu-Tür-Zeit verglichen.
2. Auswahl von Flugzeug und Operating Carrier
Anschließend werden geeignete eigene beziehungsweise direkt gemanagte Kapazitäten und – wenn erforderlich – ausgewählte internationale Partner geprüft. Entscheidend sind nicht nur Muster und Preis, sondern konkrete Verfügbarkeit, Kabinenkonfiguration, Wartungsstatus, Crew, Flughafenfreigaben und die für den Auftrag passende Betreiberstruktur.
Der verantwortliche Operating Carrier wird nicht pauschal angenommen, sondern für die konkrete Mission bestätigt.
3. Angebot und verbindliche Bestätigung
Das Angebot beschreibt die geplante Leistung: Flugzeug oder Flugzeugklasse, Routing, Zeiten, Preis, enthaltene Leistungen, Bedingungen und besondere Vereinbarungen. Erst nach Annahme und Bestätigung wird die Mission verbindlich disponiert.
Bei zeitkritischen Anfragen können Angebot, Dokumentenprüfung, Zahlungsabwicklung und operative Vorbereitung parallel mit hoher Priorität bearbeitet werden.
4. Operative Vorbereitung
Vor dem Flug koordiniert das Operationsteam Flugplanung, Slots, Handling, Genehmigungen, Wetter, Treibstoff, Crew-Dienstzeiten und besondere Servicewünsche. Passagierdaten und erforderliche Reisedokumente werden geschützt und nur im notwendigen operativen Rahmen verarbeitet.
Ändern sich Wetter, Flughafenstatus oder Reiseplan, werden Alternativen bewertet und mit dem Kunden abgestimmt.
5. Durchführung und persönliche Betreuung
Am Reisetag begleitet Lohn Aviation die Mission operativ und bleibt zentraler Ansprechpartner. Die Gäste erhalten die bestätigten Abflugdetails und kommen in der Regel deutlich näher am Abflug zum Terminal als bei einem Linienflug – abhängig von Flughafen, Handling und Einreisevorgaben.
Transfers, Unterkünfte, Catering, Yachten, Sicherheitsleistungen und weitere Wünsche können individuell im Auftrag des Kunden koordiniert werden. Sie werden nicht als Pauschalreise durch Lohn Aviation angeboten.
Chartermodelle und Alternativen
On-Demand-Charter
On-Demand-Charter ist die flexibelste Lösung für einzelne oder unregelmäßige Reisen. Flugzeug und Betreiber werden für jede Mission neu ausgewählt. Dadurch lässt sich die Kapazität an Strecke, Gäste, Gepäck und Termin anpassen.
Das Modell eignet sich besonders, wenn Reiseprofile wechseln oder keine langfristige Bindung gewünscht ist.
Empty Leg
Ein Empty Leg ist ein bereits notwendiger Positionierungsflug, auf dem freie Kapazität angeboten wird. Der Preis kann attraktiv sein, doch Route, Zeitpunkt und Flugzeug sind deutlich weniger flexibel als beim regulären Charter.
Empty Legs können sich ändern oder entfallen, wenn sich der zugrunde liegende Hauptauftrag verändert. Sie sind deshalb eine Gelegenheit, aber kein verlässlicher Ersatz für einen verbindlich geplanten Charterflug.
Jet Card, Blockcharter und längerfristige Lösungen
Jet Cards und Blockcharter bündeln vorab vereinbarte Flugstunden oder Leistungen. Sie können Abläufe und Budgetierung vereinfachen, begrenzen aber häufig Flugzeugklassen, Regionen, Vorlaufzeiten oder Spitzentage.
Bei regelmäßigem Bedarf kann auch eine dedizierte längerfristige Lösung sinnvoll sein. Entscheidend ist, Vertragsbedingungen und reale Nutzung statt nur beworbener Stundenpreise zu vergleichen.
Eigenes Flugzeug mit Aircraft Management
Bei sehr regelmäßiger Nutzung kann ein eigenes oder langfristig dediziertes Flugzeug mehr Kontrolle über Kabine, Crew, Verfügbarkeit und persönliche Abläufe schaffen. Gleichzeitig entstehen Kapitalbindung, Fixkosten, Wartungs-, Crew- und Managementverantwortung.
Lohn Aviation unterstützt mit Aircraft Management bei Analyse, Beschaffung, Betriebskonzept, Crew, Wartung, Kostenkontrolle und – wenn gewünscht und sinnvoll – Charterintegration.
Privatjet-Charter-Glossar
AOC: Air Operator Certificate beziehungsweise Luftverkehrsbetreiberzeugnis. Es erlaubt einem Betreiber die darin genehmigten gewerblichen Lufttransportoperationen.
Operating Carrier: Das Luftfahrtunternehmen, das den konkreten Flug verantwortlich innerhalb seiner genehmigten Betriebsstruktur durchführt.
Blockzeit: Operative Zeit vom Verlassen der Parkposition am Start bis zum Stillstand an der Parkposition am Ziel.
Positionierung: Flug eines Flugzeugs zum Abflugort oder vom Ziel zu seinem nächsten Einsatz, häufig ohne zahlende Gäste.
Slot: Zugewiesenes Zeitfenster für einen Flughafen oder den Verkehrsfluss. Nicht jeder Flughafen und nicht jeder Flug benötigt denselben Slot-Typ.
NCC/NCO: Europäische Regelwerke für nichtgewerbliche Operationen komplexer beziehungsweise nicht komplexer Luftfahrzeuge. Sie sind vom gewerblichen Charter unter AOC zu unterscheiden.
Häufige Fragen zum Privatjet-Charter
Wird Privatjet-Charter pro Sitzplatz oder pro Flugzeug berechnet?
In der Regel wird das gesamte Flugzeug für die bestätigte Mission gebucht. Der Preis wird daher nicht einfach mit der Zahl der Gäste multipliziert. Die Passagierzahl kann jedoch beeinflussen, welche Flugzeuggröße, Reichweite und Gepäckkapazität erforderlich sind.
Welche Angaben benötigt Lohn Aviation für ein Charterangebot?
Benötigt werden zunächst Strecke oder Städte, Reisedatum, bevorzugte Zeiten, Anzahl der Gäste sowie Hinweise zu Gepäck, Haustieren und besonderen Anforderungen. Für eine verbindliche Buchung werden anschließend die notwendigen Passagier- und Reisedaten ergänzt.
Wie kurzfristig kann ein Privatjet organisiert werden?
Je nach Flugzeugstandort, Crew, Slots, Genehmigungen, Handling und Flughafenöffnungszeiten kann eine Lösung teilweise noch am selben Tag organisiert werden. Nach operativer Prüfung nennt Lohn Aviation die frühestmögliche realistische Abflugzeit.
Kann ich ein bestimmtes Flugzeugmodell auswählen?
Ja, ein Wunschmodell kann gezielt geprüft werden. Verbindlich bestätigt werden jedoch immer das konkrete Flugzeug, seine Kabinenkonfiguration, die aktuelle Verfügbarkeit und der verantwortliche Operating Carrier. Häufig ist es sinnvoll, zusätzlich gleichwertige Alternativen anzubieten.
Kann ein Privatjet jeden Flughafen nutzen?
Nein. Pistenlänge, Tragfähigkeit, Wetter, Öffnungszeiten, Zoll, Slots, Handling, Lärmschutz und die Leistungsdaten des Flugzeugs müssen passen. Lohn Aviation prüft deshalb den sinnvollsten Flughafen für die gesamte Tür-zu-Tür-Reise.
Kann ich Skier, Golfbags, Fahrräder oder anderes Sondergepäck mitnehmen?
Oft ja. Entscheidend sind Gewicht, Form, Gepäckraum und Ladetür des konkreten Flugzeugs. Sondergepäck sollte bereits in der Anfrage mit Maßen und Menge genannt werden, damit die Mitnahme vor dem Flug verbindlich bestätigt werden kann.
Dürfen Haustiere in der Kabine mitfliegen?
Bei vielen Privatjet-Missionen können Haustiere in der Kabine reisen. Maßgeblich sind die Regeln des Operating Carriers sowie Einreise-, Gesundheits- und Dokumentationsanforderungen der beteiligten Länder. Tierart, Größe und Gewicht sollten früh angegeben werden.
Können Catering, Transfers und Unterkünfte organisiert werden?
Ja. Lohn Aviation kann Catering, Chauffeurtransfers, Unterkünfte, Yachten, Sicherheitsleistungen und weitere Wünsche individuell koordinieren. Diese Leistungen werden einzeln im Auftrag des Kunden organisiert und nicht als Pauschalreise angeboten.
Was passiert, wenn sich meine Abflugzeit ändert?
Zeitänderungen sind häufig möglich, müssen aber mit Flugzeug, Crew-Dienstzeit, Slots, Genehmigungen, Handling und Flughafenöffnungszeiten abgestimmt werden. Je früher eine Änderung bekannt ist, desto größer ist der operative Spielraum.
Welche Zusatzkosten können nach der Buchung entstehen?
Mögliche variable Positionen sind beispielsweise Enteisung, ungeplante Wartezeit, zusätzliche Flughafengebühren, Routingänderungen oder nachträglich bestellte Leistungen. Welche Kosten bereits enthalten sind und wie variable Ereignisse behandelt werden, ergibt sich aus dem konkreten Angebot.
Wer führt den gebuchten Privatjet-Flug durch?
Der bestätigte Operating Carrier führt den gewerblichen Flug innerhalb seiner genehmigten AOC-Struktur verantwortlich durch. Lohn Aviation bestätigt für jede Mission das konkrete Flugzeug, die Verfügbarkeit und den Operating Carrier.
Wie prüft Lohn Aviation Flugzeug und Betreiber?
Geprüft werden die für den Auftrag relevanten Betreiber-, Flugzeug-, Crew- und Missionsdaten. Dazu gehören die erforderliche gewerbliche Betriebsstruktur, Verfügbarkeit, technische und operative Eignung sowie die konkrete Durchführbarkeit der geplanten Route.
Quellen und redaktionelle Methodik
Dieser Guide bietet eine missionsbezogene Orientierung und ersetzt kein konkretes Angebot oder eine regulatorische Einzelfallprüfung. Flugzeugklasse, Gästezahl und Einsatzprofile sind typische Kategorien; das bestätigte Flugzeug kann je nach Zulassung und Kabinenkonfiguration abweichen.
Redaktionelle Grundlage und weiterführende Quellen:
- Lohn Aviation Fleet Guide – Flugzeugprofile, Direktvergleiche und Methodik
- Lohn Aviation Group – Rollen, Leistungen und operative Struktur
- EASA: Air Operator Certificate (AOC)
- EASA: Non-commercial operations (NCC/NCO)
- EUROCONTROL: Flight plan filing and management
Stand der redaktionellen Prüfung: Juli 2026. Konkrete Verfügbarkeit, Konfiguration, Reichweite, Zuladung, Flughafenfreigabe und Operating Carrier werden für jede Mission individuell bestätigt.
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