Welcher Privatjet passt zu welcher Reise?

Dassault Falcon 8X aus dem Flottenportfolio von Lohn Aviation – ausgelegt für komfortable interkontinentale Nonstop-Reisen.
Flottenratgeber von Lohn AviationDiese Wissensseite ergänzt die aktuelle Executive-Flottenübersicht von Lohn Aviation. Während die Flottenseite die aktuell geführten Flugzeugtypen kompakt und visuell darstellt, erklärt dieser Ratgeber, welches Muster sich für welche Strecke, Gästezahl, Gepäck- und Flughafenanforderung eignet.
Privatjet-Vergleich: Executive-Flottenportfolio von Lohn Aviation
Die folgende Tabelle verbindet veröffentlichte Leistungsdaten der Hersteller mit den in der aktuellen Lohn Aviation Flottenübersicht angegebenen Kabinenkonfigurationen. „Bis zu“ bedeutet: Wert unter definierten Referenzbedingungen, nicht garantierte Reichweite eines konkreten Charterfluges. Liege- oder Schlafplätze hängen von der tatsächlichen Kabine ab und sind keine zusätzlichen Sitzplätze für Start und Landung.
| Flugzeug | Klasse | Antrieb | Veröffentlichte Maximalreichweite | Veröffentlichte Maximalgeschwindigkeit | Lohn-Konfiguration | Besonders geeignet für |
|---|---|---|---|---|---|---|
| Dassault Falcon 8X | Ultra Long Range | Dreistrahliger Jet | 6.450 nm / 11.945 km | Mach 0,90 | 11 Gäste / bis zu 6 Schlafplätze | Interkontinental, VVIP, Family Travel, große Kabine |
| Dassault Falcon 7X | Long Range | Dreistrahliger Jet | 5.950 nm / 11.020 km | Mach 0,90 | 12 Gäste / bis zu 6 Schlafplätze | Internationale Geschäfts- und Privatreisen |
| Gulfstream G550 | Ultra Long Range | Zweistrahliger Jet | 6.750 nm / 12.501 km | Mach 0,885 | 14 Gäste / bis zu 7 Schlafplätze | Sehr lange Nonstop-Strecken, Delegationen, Family Office |
| Pilatus PC-24 | Light Jet / Super Versatile Jet | Zweistrahliger Jet | bis 2.040 nm / 3.778 km mit 4 Passagieren | 440 KTAS / 815 km/h | 8 Gäste / bis zu 4 Liegeplätze | Europa, kurze und geeignete unbefestigte Pisten, sperriges Gepäck |
| Cessna Citation XLS Gen2 | Midsize Jet | Zweistrahliger Jet | 2.100 nm / 3.889 km | 441 KTAS / 817 km/h | 8 Gäste / bis zu 6 Liegeplätze | Europäische Geschäftsreisen, komfortorientierte Gruppen |
| Embraer Phenom 300E | Light Jet | Zweistrahliger Jet | 2.010 nm / 3.723 km mit 5 Insassen | 464 KTAS / 859 km/h | 8 Gäste / bis zu 4 Liegeplätze | Schnelle Europa-Verbindungen und kleinere Gruppen |
| Pilatus PC-12 NGX | Großer Turboprop | Einmotoriger Turboprop | rund 1.800 nm / rund 3.300 km, je nach Referenzstandard | 290 KTAS / 537 km/h | 8 Gäste / bis zu 4 Liegeplätze | Regionalairports, kurze Pisten, Gepäck, Familien |
| Embraer Phenom 100EV | Very Light Jet | Zweistrahliger Jet | 1.178 nm / 2.182 km mit 4 Insassen | 406 KTAS / 752 km/h | 5 Gäste | Kompakte Gruppen, kurze und mittlere Jet-Strecken |
| Daher TBM 960 | Schneller Turboprop | Einmotoriger Turboprop | 1.730 nm / 3.204 km bei Long-Range-Leistung | 330 KTAS / 611 km/h | 4 Gäste | Sehr schnelle Regionalreisen mit wenigen Gästen |
| Diamond DA62 | Kolben-Reiseflugzeug | Zweimotoriger Kolbenantrieb | bis 1.288 nm / 2.385 km, ohne Reserve | 192 KTAS / 356 km/h maximal | 6 Gäste | Kurze regionale Strecken, individuelle Einsätze, Training |
nm = nautische Meilen; KTAS = Knoten wahre Fluggeschwindigkeit; Mach = Verhältnis zur lokalen Schallgeschwindigkeit. Hersteller verwenden unterschiedliche Referenzbedingungen. Die Werte eignen sich zum Einordnen, aber nicht für die operative Flugplanung.
Reichweite, Geschwindigkeit und Sitzplätze richtig verstehen
Warum die veröffentlichte Reichweite kein Versprechen für jeden Flug ist
Eine Herstellerreichweite wird unter genau beschriebenen Bedingungen ermittelt: mit einer bestimmten Zahl von Insassen, einer festgelegten Masse, Standardtemperatur, einer bestimmten Reisefluggeschwindigkeit und definierten Instrumentenflugreserven. Ein realer Flug kann deutlich andere Bedingungen haben. Starker Gegenwind, hohe Temperaturen, Vereisung, Umwege durch die Flugsicherung, zusätzliche Reserven, viel Gepäck, eine kurze Startbahn oder ein weiter entfernter Ausweichflughafen reduzieren die praktisch nutzbare Reichweite. Rückenwind kann sie im Gegenzug begünstigen.
Warum Geschwindigkeit allein nicht die Reisezeit bestimmt
Die höchste Reisegeschwindigkeit sagt wenig über die gesamte Tür-zu-Tür-Zeit aus. Ein schneller Jet kann einen größeren Flughafen benötigen, während PC-24, PC-12 NGX, TBM 960 oder DA62 unter passenden Bedingungen einen kleineren Flugplatz näher am Ziel nutzen können. Zur Gesamtreise gehören Positionierung, Boarding, Rollen, Flug, Einreise, Gepäck und Bodentransfer. Das sinnvollste Flugzeug minimiert die gesamte Reisekette, nicht nur die Zeit in Reiseflughöhe.
Warum „acht Gäste“ nicht immer „acht Gäste plus beliebig viel Gepäck“ bedeutet
Sitzplatzkapazität, Reichweite und Gepäck lassen sich nicht unabhängig voneinander maximieren. Mehr Gäste und mehr Gepäck erhöhen die Nutzlast. Je nach Flugzeug, Strecke, Temperatur und Piste kann dadurch weniger Treibstoff mitgenommen werden oder ein Zwischenstopp notwendig werden. Für eine belastbare Auswahl benötigt Lohn Aviation deshalb nicht nur die Gästezahl, sondern auch Anzahl, Maße und Art der Gepäckstücke.
Herstellerkonfiguration und konkrete Charterkabine
Hersteller veröffentlichen häufig mehrere Sitzpläne. Lohn Aviation gibt für das jeweilige Flottenangebot konkrete Gäste- und Liegekapazitäten an. Vor Buchung werden Flugzeug, Kennzeichen, Kabinenplan, Schlafkonfiguration und Gepäckraum bestätigt. Diese konkreten Angaben sind für den Flug maßgeblich, nicht die theoretische Maximalbestuhlung des Herstellers.
Langstreckenjets für interkontinentale Reisen
Falcon 8X, Falcon 7X und Gulfstream G550 sind für lange internationale Missionen ausgelegt. Sie bieten druckbelüftete Stehhöhenkabinen, getrennte Aufenthaltsbereiche je nach Layout, große Gepäckkapazität und Schlafmöglichkeiten. Auf Langstrecken werden Kabinenruhe, Raumaufteilung, Luftdruck, Schlafplätze, Galley, Waschraum, Konnektivität und Crewplanung ebenso wichtig wie die Reichweite.
Dassault Falcon 8X
Kurzantwort: Die Falcon 8X ist ein dreistrahliger Ultra-Long-Range-Business-Jet für interkontinentale Reisen mit hoher Kabinen- und Komfortanforderung. Dassault veröffentlicht bis zu 6.450 nm beziehungsweise 11.945 km Reichweite bei Mach 0,80 unter definierten Bedingungen. Lohn Aviation führt eine Konfiguration für 11 Gäste und bis zu 6 Schlafplätze.
- Hersteller
- Dassault Aviation
- Flugzeugklasse
- Ultra Long Range Jet
- Antrieb
- Drei Pratt & Whitney Canada PW307D
- Veröffentlichte Reichweite
- 6.450 nm / 11.945 km
- Maximale Betriebs-Machzahl
- Mach 0,90
- Lohn-Aviation-Konfiguration
- 11 Gäste / bis zu 6 Schlafplätze
- Typische Stärke
- Große Kabine, lange Nonstop-Strecken, drei Triebwerke, flexible Flughafeneignung innerhalb ihrer Klasse
Die Kabine kann Arbeit, Essen, Rückzug und Schlaf in getrennten Zonen ermöglichen. Das macht die Falcon 8X besonders interessant für Unternehmer, Familien, Delegationen und VVIP-Reisende, die einen langen Flug als produktive oder erholsame Reisezeit nutzen möchten. Die große Reichweite kann Verbindungen zwischen Europa und Nordamerika, dem Nahen Osten, Teilen Asiens, Afrikas oder dem Indischen Ozean ohne planmäßigen Tankstopp ermöglichen. Ob eine konkrete City-Pair-Verbindung nonstop möglich ist, wird für den Reisetag berechnet. Wann ist sie nicht automatisch die beste Wahl? Auf kurzen Europastrecken kann ein kleineres Flugzeug wirtschaftlicher sein und näher am Ziel landen. Die Falcon 8X lohnt sich vor allem dann, wenn Reichweite, Kabinenzonen, Schlafmöglichkeiten, Gepäck oder besondere Langstreckenanforderungen ihren Mehrwert tatsächlich ausspielen.
Dassault Falcon 7X
Kurzantwort: Die Falcon 7X ist ein dreistrahliger Langstrecken-Business-Jet mit bis zu 5.950 nm beziehungsweise 11.020 km veröffentlichter Reichweite. Lohn Aviation gibt eine Kabine für 12 Gäste und bis zu 6 Schlafplätze an.
- Hersteller
- Dassault Aviation
- Flugzeugklasse
- Long Range Jet
- Antrieb
- Drei Pratt & Whitney Canada PW307A
- Veröffentlichte Reichweite
- 5.950 nm / 11.020 km
- Maximale Betriebs-Machzahl
- Mach 0,90
- Lohn-Aviation-Konfiguration
- 12 Gäste / bis zu 6 Schlafplätze
- Typische Stärke
- Interkontinentale Reichweite und flexible Langstreckenmissionen
Die Falcon 7X eignet sich für internationale Geschäftsreisen, private Langstrecken und komplexe Rundreisen mit mehreren Etappen. Ihre Kabine bietet je nach Ausstattung Bereiche zum Arbeiten, Speisen und Ruhen. Im Vergleich zur Falcon 8X ist sie etwas kürzer und reichweitenschwächer, bleibt aber ein vollwertiger interkontinentaler Jet. Falcon 7X oder Falcon 8X? Die 8X bietet mehr Reichweite und mehr Kabinenlänge. Die 7X kann die passendere Lösung sein, wenn ihre Reichweite ausreicht und die konkrete Kabine, Verfügbarkeit oder Mission besser passt. Nicht nur der Flugzeugtyp, sondern der tatsächliche Grundriss entscheidet über Schlafplätze und Privatsphäre.
Gulfstream G550
Kurzantwort: Die Gulfstream G550 ist ein zweistrahliger Ultra-Long-Range-Business-Jet. Gulfstream veröffentlicht eine Reichweite von bis zu 6.750 nm beziehungsweise 12.501 km mit acht Passagieren und vier Crewmitgliedern. Lohn Aviation gibt 14 Gäste und bis zu 7 Schlafplätze an.
- Hersteller
- Gulfstream Aerospace
- Flugzeugklasse
- Ultra Long Range Jet
- Antrieb
- Zwei Rolls-Royce BR710 C4-11
- Veröffentlichte Reichweite
- 6.750 nm / 12.501 km
- Maximale Betriebs-Machzahl
- Mach 0,885
- Lohn-Aviation-Konfiguration
- 14 Gäste / bis zu 7 Schlafplätze
- Typische Stärke
- Große Reichweite, hohe Reisegeschwindigkeit, Kabine für größere Gruppen
Die G550 ist besonders für sehr lange Nonstop-Strecken, internationale Delegationen, Family-Office-Reisen und Missionen mit mehreren Kabinenbereichen geeignet. Ihre nominelle Reichweite ist unter den hier aufgeführten Flugzeugen am größten. Für einen realen Flug müssen jedoch Gästezahl, Gepäck und operative Reserven gemeinsam betrachtet werden; die maximale Reichweite und die maximale Gästezahl gelten nicht automatisch gleichzeitig. G550 oder Falcon 8X? Beide bedienen Ultra-Long-Range-Missionen. Die G550 bietet die größere veröffentlichte Maximalreichweite; die Falcon 8X bietet eine sehr lange, flexibel gestaltbare Kabine und Dassault-typische Flughafenperformance. Die konkrete Entscheidung sollte Kabinenplan, Schlafplätze, Strecke, Piste, Positionierung und Verfügbarkeit einbeziehen.
Business Jets für europäische Direktverbindungen
PC-24, Citation XLS Gen2 und Phenom 300E decken viele typische Reisen innerhalb Europas und in angrenzende Regionen ab. Sie sind schneller als Turboprops, benötigen weniger Infrastruktur als große Langstreckenjets und eignen sich für Geschäftsreisen, Wochenendtrips, Familienreisen und mehrteilige Tagesprogramme. Die drei Muster unterscheiden sich vor allem bei Kabine, Pistenflexibilität, Gepäckzugang, Geschwindigkeit und Reichweiten-Payload-Verhältnis.
Pilatus PC-24
Kurzantwort: Die PC-24 ist ein zweistrahliger Business Jet mit außergewöhnlicher Kurzfeld- und Oberflächenflexibilität. Pilatus veröffentlicht bis zu 2.040 nm beziehungsweise 3.778 km Reichweite mit vier Passagieren sowie 440 KTAS beziehungsweise 815 km/h maximale Reisegeschwindigkeit. Lohn Aviation gibt 8 Gäste und bis zu 4 Liegeplätze an.
- Hersteller
- Pilatus Aircraft
- Flugzeugklasse
- Light Jet / „Super Versatile Jet“
- Antrieb
- Zwei Williams International FJ44
- Veröffentlichte Reichweite
- bis 2.040 nm / 3.778 km mit vier Passagieren
- Maximale Reisegeschwindigkeit
- 440 KTAS / 815 km/h
- Lohn-Aviation-Konfiguration
- 8 Gäste / bis zu 4 Liegeplätze
- Typische Stärke
- Kurze und geeignete unbefestigte Pisten, große Frachttür, flexible Kabine
Die PC-24 verbindet Jet-Geschwindigkeit mit Eigenschaften, die sonst eher mit vielseitigen Turboprops verbunden werden. Sie ist für den Betrieb auf kurzen und – unter den jeweiligen Zulassungs- und Betriebsbedingungen – auch unbefestigten Oberflächen wie Gras, Kies, Erde oder Schnee ausgelegt. Die serienmäßige große Frachttür erleichtert sperriges Gepäck, Sportausrüstung oder größere Gepäckstücke. Diese Fähigkeiten bedeuten nicht, dass jede kurze oder unbefestigte Piste nutzbar ist. Länge, Tragfähigkeit, Oberfläche, Bremswirkung, Hindernisse, Temperatur, Wind, Gewicht, Wetter, Flughafenfreigabe und Crewqualifikation müssen zusammenpassen. Für viele Europa-Missionen ist die PC-24 dann besonders stark, wenn ein näher gelegener kleinerer Flughafen die Bodentransferzeit reduziert.
Cessna Citation XLS Gen2
Kurzantwort: Die Citation XLS Gen2 ist ein zweistrahliger Midsize-Business-Jet mit einer vergleichsweise geräumigen Kabine für seine Einsatzklasse. Textron Aviation veröffentlicht bis zu 2.100 nm beziehungsweise 3.889 km Reichweite und 441 KTAS beziehungsweise 817 km/h maximale Reisegeschwindigkeit. Lohn Aviation gibt 8 Gäste und bis zu 6 Liegeplätze an.
- Hersteller
- Textron Aviation / Cessna
- Offizielle Modellbezeichnung
- Citation XLS Gen2
- Flugzeugfamilie
- Citation 560XL
- Antrieb
- Zwei Pratt & Whitney Canada PW545C
- Veröffentlichte Reichweite
- 2.100 nm / 3.889 km
- Maximale Reisegeschwindigkeit
- 441 KTAS / 817 km/h
- Lohn-Aviation-Konfiguration
- 8 Gäste / bis zu 6 Liegeplätze
Die XLS Gen2 eignet sich für Reisende, die auf europäischen Strecken mehr Kabinenraum wünschen, ohne einen großen Langstreckenjet einzusetzen. Typische Profile sind Geschäftsreisen mit mehreren Gästen, Wochenend- und Familienreisen sowie City-Pairs zwischen Deutschland, Frankreich, Großbritannien, Italien, Spanien, Österreich und der Schweiz. Wichtige Namensabgrenzung: Citation XLS+ und Citation XLS Gen2 sind zwei unterschiedliche Varianten der 560XL-Familie. Die Formulierung „XLS+ Gen2“ wird gelegentlich umgangssprachlich verwendet, ist aber keine eindeutige offizielle Modellbezeichnung. Vor Buchung sollte die konkrete Variante anhand von Flugzeugdaten und Kabinenplan bestätigt werden.
Embraer Phenom 300E
Kurzantwort: Die Phenom 300E ist ein schneller zweistrahliger Light Jet. Embraer veröffentlicht bis zu 2.010 nm beziehungsweise 3.723 km Reichweite mit fünf Insassen und 464 Knoten beziehungsweise 859 km/h High-Speed Cruise. Lohn Aviation gibt 8 Gäste und bis zu 4 Liegeplätze an.
- Hersteller
- Embraer Executive Jets
- Flugzeugklasse
- Light Jet
- Antrieb
- Zwei Pratt & Whitney Canada PW535E1
- Veröffentlichte Reichweite
- 2.010 nm / 3.723 km mit fünf Insassen
- High-Speed Cruise
- 464 kt / 859 km/h
- Lohn-Aviation-Konfiguration
- 8 Gäste / bis zu 4 Liegeplätze
- Typische Stärke
- Hohe Geschwindigkeit und gute Reichweite in der Light-Jet-Klasse
Die Phenom 300E passt zu schnellen Geschäftsreisen, City-Pairs und privaten Kurz- bis Mittelstrecken mit kleinerer Gruppe. Der externe Gepäckraum ist für einen Light Jet großzügig, trotzdem sollten Golfbags, Ski, Kinderwagen oder große Hartschalenkoffer vorab vermessen und bestätigt werden. Phenom 300E oder Citation XLS Gen2? Die Phenom 300E ist als Light Jet besonders schnell und effizient. Die Citation XLS Gen2 bietet in der Regel das großzügigere Midsize-Kabinengefühl. Gästezahl allein entscheidet daher nicht; Körpergröße, Aufenthaltsdauer, Gepäck und gewünschte Bewegungsfreiheit sind ebenfalls wichtig.
Turboprops, Very Light Jet und Regionalflugzeug
Auf kurzen und mittleren Strecken kann ein kleineres Flugzeug die präzisere Lösung sein. PC-12 NGX, Phenom 100EV, TBM 960 und DA62 bedienen unterschiedliche Profile: große Kabine und Frachttür, kompakter Jet-Komfort, hohe Turboprop-Geschwindigkeit oder besonders effiziente regionale Mobilität.
Pilatus PC-12 NGX
Kurzantwort: Die PC-12 NGX ist ein einmotoriger, druckbelüfteter Turboprop mit großer Kabine, Frachttür und starker Kurzfeldfähigkeit. Pilatus veröffentlicht je nach Datenstand und Referenzstandard rund 1.800 nm beziehungsweise rund 3.300 km Reichweite sowie 290 KTAS beziehungsweise 537 km/h maximale Reisegeschwindigkeit. Lohn Aviation gibt 8 Gäste und bis zu 4 Liegeplätze an.
- Hersteller
- Pilatus Aircraft
- Flugzeugklasse
- Großer Single-Engine Turboprop
- Antrieb
- Ein Pratt & Whitney Canada PT6E-67XP
- Veröffentlichte Reichweite
- rund 1.800 nm / rund 3.300 km, abhängig vom Referenzstandard
- Maximale Reisegeschwindigkeit
- 290 KTAS / 537 km/h
- Lohn-Aviation-Konfiguration
- 8 Gäste / bis zu 4 Liegeplätze
- Typische Stärke
- Kurze Pisten, geeignete unbefestigte Bahnen, große Frachttür, flexible Kabine
Die PC-12 NGX ist besonders wertvoll, wenn ein kleinerer Flugplatz näher am tatsächlichen Ziel liegt oder viel beziehungsweise sperriges Gepäck mitgeführt werden soll. Sie kann Geschäftsreisende, Familien, Sportausrüstung und je nach konkreter Beladung umfangreiches Reisegepäck transportieren. Für Strecken innerhalb Europas kann der Zeitgewinn am Boden größer sein als der Geschwindigkeitsvorteil eines Jets. Was bedeutet einmotoriger Turboprop? Die PC-12 NGX besitzt ein Turboprop-Triebwerk und ist für den Single-Engine-Betrieb zugelassen. Einsatz, Route, Wetter, Flughafen und betriebliche Verfahren werden nach den jeweils geltenden Vorschriften geplant. Wer eine bestimmte Antriebs- oder Crewpräferenz hat, sollte sie bereits bei der Anfrage nennen.
Embraer Phenom 100EV
Kurzantwort: Die Phenom 100EV ist ein kompakter zweistrahliger Very Light Jet für kurze und mittlere Strecken. Embraer veröffentlicht 1.178 nm beziehungsweise rund 2.182 km Reichweite mit vier Insassen sowie 406 KTAS beziehungsweise rund 752 km/h High-Speed Cruise. Lohn Aviation gibt 5 Gäste an.
- Hersteller
- Embraer Executive Jets
- Flugzeugklasse
- Very Light Jet
- Antrieb
- Zwei Pratt & Whitney Canada PW617F1-E
- Veröffentlichte Reichweite
- 1.178 nm / 2.182 km mit vier Insassen
- High-Speed Cruise
- 406 kt / rund 752 km/h
- Lohn-Aviation-Konfiguration
- 5 Gäste
- Typische Stärke
- Jet-Geschwindigkeit für kleine Gruppen auf kurzen bis mittleren Strecken
Die Phenom 100EV eignet sich für kleine Teams, Paare und Familien, die auf überschaubaren Distanzen Jet-Komfort und eine schnelle Punkt-zu-Punkt-Verbindung wünschen. Beispiele können Verbindungen innerhalb Deutschlands, in die Benelux-Länder, nach Frankreich, Norditalien, Österreich oder in die Schweiz sein – abhängig vom Abflugort und den tagesaktuellen Bedingungen. Einheitenfehler vermeiden: Die häufig genannte Zahl 1.178 ist bei diesem Modell eine Angabe in nautischen Meilen, nicht in Kilometern. Umgerechnet sind das rund 2.182 km unter Herstellerbedingungen. Diese Unterscheidung ist für korrekte Vergleiche entscheidend.
Daher TBM 960
Kurzantwort: Die TBM 960 ist ein sehr schneller einmotoriger Turboprop für kleine Reisegruppen. Daher veröffentlicht bis zu 1.730 nm beziehungsweise 3.204 km Reichweite bei einer Long-Range-Geschwindigkeit von 252 KTAS und bis zu 330 KTAS beziehungsweise 611 km/h maximale Reisegeschwindigkeit. Lohn Aviation gibt 4 Gäste an.
- Hersteller
- Daher Aircraft
- Flugzeugklasse
- High-Performance Single-Engine Turboprop
- Antrieb
- Ein Pratt & Whitney Canada PT6E-66XT
- Veröffentlichte Maximalreichweite
- 1.730 nm / 3.204 km bei 252 KTAS
- Maximale Reisegeschwindigkeit
- 330 KTAS / 611 km/h
- Lohn-Aviation-Konfiguration
- 4 Gäste
- Typische Stärke
- Hohe Geschwindigkeit und Effizienz für wenige Gäste
Die TBM 960 ist dann besonders passend, wenn ein bis vier Gäste schnell zwischen regionalen Flughäfen reisen möchten und keine große Kabine benötigen. Sie ist schneller als viele klassische Turboprops, bleibt aber kleiner als eine PC-12 NGX. Die veröffentlichten 3.204 km werden bei einer sparsamen Long-Range-Leistung erreicht; bei maximaler Reisegeschwindigkeit sinkt die Reichweite laut Hersteller. TBM 960 oder PC-12 NGX? Die TBM 960 priorisiert Geschwindigkeit und Effizienz für eine kleine Gruppe. Die PC-12 NGX bietet die deutlich größere Kabine, mehr Sitz- und Gepäckflexibilität sowie eine große Frachttür. Für sperriges Gepäck, mehrere Gäste oder Familien ist die PC-12 oft passender; für einen schnellen Business-Trip zu zweit kann die TBM im Vorteil sein.
Diamond DA62
Kurzantwort: Die DA62 ist ein zweimotoriges Kolben-Reiseflugzeug mit druckloser Kabine für regionale Flüge, kleinere Gruppen, Training und Spezialprofile. Diamond veröffentlicht bis zu 2.385 km beziehungsweise 1.288 nm maximale Reichweite mit Zusatztank, 50 Prozent Leistung und ohne Reserven. Die maximale Geschwindigkeit beträgt 192 KTAS beziehungsweise 356 km/h; der veröffentlichte Reiseflug bei 85 Prozent Leistung liegt bei 180 KTAS beziehungsweise 333 km/h. Lohn Aviation gibt 6 Gäste an.
- Hersteller
- Diamond Aircraft Industries
- Flugzeugklasse
- Zweimotoriges Kolben-Reiseflugzeug
- Antrieb
- Zwei Austro Engine AE330
- Veröffentlichte Maximalreichweite
- 1.288 nm / 2.385 km, inklusive Zusatztank und ohne Reserven
- Veröffentlichte Reisegeschwindigkeit
- 180 KTAS / 333 km/h bei 85 Prozent Leistung
- Lohn-Aviation-Konfiguration
- 6 Gäste
- Typische Stärke
- Effiziente regionale Kurzstrecke und individuelle Einsatzprofile
Die DA62 ist kein Privatjet und kein Turboprop. Ihre Stärken liegen in kurzen regionalen Verbindungen, niedrigem Bedarf an Flughafeninfrastruktur und flexiblen Einsatzprofilen. Im Vergleich zu den druckbelüfteten Flugzeugen der Flotte fliegt sie niedriger und langsamer. Das macht sie für kurze Distanzen interessant, aber nicht zur ersten Wahl für lange Strecken oder Gäste, die eine große Stehhöhenkabine erwarten. Die theoretische Maximalreichweite enthält laut Hersteller keine Reserven und ist deshalb nicht direkt mit NBAA-IFR-Reichweiten der Business Jets vergleichbar. Für jede reale Mission werden Kraftstoffreserve, Wetter, Alternates, Beladung und Flugzeit separat geplant.
Welches Flugzeug passt zu welchem Reiseprofil?
Interkontinentale Geschäftsreise
Vorrangig prüfen: Gulfstream G550, Falcon 8X, Falcon 7X. Relevant sind Nonstop-Fähigkeit, Kabinenzonen, Schlafplätze, Konnektivität, Gepäck, Crew-Rest und die Möglichkeit, nach der Landung arbeitsfähig zu sein.
Private Langstrecken- oder Familienreise
Vorrangig prüfen: Falcon 8X, Gulfstream G550, Falcon 7X. Familien profitieren von getrennten Aufenthaltsbereichen, Schlafmöglichkeiten, großzügigerem Gepäckraum und einer Reiseplanung, die Mahlzeiten, Kinder, Haustiere und Bodentransfers berücksichtigt.
Geschäftstermin innerhalb Europas
Vorrangig prüfen: Phenom 300E, Citation XLS Gen2, PC-24; bei kleiner Gruppe und kurzer Strecke auch Phenom 100EV oder TBM 960. Die Auswahl hängt davon ab, ob Geschwindigkeit, Kabinenhöhe, kurzer Bodentransfer, Gepäck oder Wirtschaftlichkeit Priorität haben.
Reise zu einem Regionalflughafen oder einer kurzen Piste
Vorrangig prüfen: PC-12 NGX und PC-24; je nach Piste, Distanz und Gruppe auch TBM 960 oder DA62. Die Eignung wird nicht pauschal aus dem Muster abgeleitet. Bahnlänge, Oberfläche, Tragfähigkeit, Höhenlage, Hindernisse, Wind, Temperatur, Nässe, Schnee, Enteisung und Abfluggewicht sind entscheidend.
Wochenend- oder Städtereise für ein Paar
Vorrangig prüfen: Phenom 100EV, TBM 960, Phenom 300E oder PC-12 NGX. Für leichtes Gepäck und eine schnelle Jet-Reise kann die Phenom 100EV passen. Bei kleinerem Zielflugplatz ist die TBM interessant; bei mehr Gepäck oder Haustier kann die PC-12 NGX Vorteile bieten.
Ski-, Golf- oder Jagdreise mit sperrigem Gepäck
Vorrangig prüfen: PC-24 oder PC-12 NGX; bei größerer Distanz Falcon 8X, Falcon 7X oder G550. Entscheidend sind Türabmessungen und nutzbares Volumen, nicht nur das veröffentlichte Gepäckraumvolumen. Ausrüstung sollte mit Länge, Breite, Höhe und Gewicht angegeben werden.
Multi-City-Reise mit mehreren Terminen
Vorrangig prüfen: PC-24, Citation XLS Gen2, Phenom 300E oder Falcon 7X bei längeren Etappen. Neben Reichweite zählen Crew-Dienstzeit, Öffnungszeiten, Slots, Nachtflugbeschränkungen, Enteisungsrisiko und die Position des Flugzeugs nach der letzten Etappe.
Effiziente regionale Kurzstrecke
Vorrangig prüfen: TBM 960, DA62, PC-12 NGX oder Phenom 100EV. Auf kurzen Distanzen kann der Verbrauchsvorteil eines kleineren Flugzeugs stark ins Gewicht fallen. Die beste Lösung hängt dennoch von Kabinenanspruch, Wetter, Piste, Flugzeit und Anzahl der Gäste ab.
Direktvergleiche: ähnliche Aufgabe, unterschiedliche Stärken
Falcon 8X vs. Falcon 7X vs. Gulfstream G550
Alle drei sind interkontinentale Business Jets. Die G550 hat mit 6.750 nm die größte veröffentlichte Reichweite, gefolgt von Falcon 8X mit 6.450 nm und Falcon 7X mit 5.950 nm. Reichweite allein entscheidet jedoch nicht: Die konkrete Kabine, Schlafkonfiguration, Anzahl der Gäste, Gepäck, Flughafeneignung, Flugzeugposition und Verfügbarkeit sind mindestens ebenso wichtig.
PC-24 vs. Citation XLS Gen2 vs. Phenom 300E
Die PC-24 ist die Spezialistin für Kurzfeld, bestimmte unbefestigte Pisten und sperriges Gepäck. Die Citation XLS Gen2 priorisiert Midsize-Kabinenkomfort. Die Phenom 300E verbindet hohe Geschwindigkeit mit Light-Jet-Effizienz. Für eine reine City-Pair-Verbindung kann die Phenom sehr passend sein; für eine kurze oder besondere Piste die PC-24; für mehr Kabinenraum die XLS Gen2.
PC-12 NGX vs. TBM 960
Beide sind einmotorige Turboprops. Die TBM 960 ist schneller und für wenige Gäste optimiert. Die PC-12 NGX bietet eine wesentlich größere Kabine, mehr Sitz- und Gepäckflexibilität und eine große Frachttür. Ein schneller Termin zu zweit spricht oft für die TBM; eine Familie mit Gepäck oder ein Flug zu einer besonderen Destination eher für die PC-12.
Phenom 100EV vs. TBM 960
Die Phenom 100EV ist ein zweistrahliger Very Light Jet; die TBM 960 ein einmotoriger Turboprop. Die Phenom fliegt höher und bietet Jet-Charakter, die TBM kann auf regionalen Strecken und kleineren Flugplätzen sehr effizient sein. Reichweite, Piste, Wetter, Gepäck, Kabinenpräferenz und Kosten bestimmen die Wahl.
Phenom 100EV vs. Diamond DA62
Die Phenom 100EV ist deutlich schneller, druckbelüftet und für größere Flughöhen ausgelegt. Die DA62 ist ein zweimotoriges Kolbenflugzeug für kurze regionale Missionen. Für Zeitgewinn und Jet-Komfort ist die Phenom im Vorteil; für eine sehr kurze, effiziente Regionalstrecke kann die DA62 sinnvoll sein.
Jet vs. Turboprop: Was ist besser?
Keines der beiden Konzepte ist pauschal besser. Jets sind auf längeren Strecken und in großer Höhe meist schneller. Turboprops können auf kurzen Strecken effizienter sein und besitzen je nach Muster ausgezeichnete Kurzfeldeigenschaften. Die richtige Frage lautet: Welche Kombination aus Flugzeit, Bodenzeit, Piste, Kabine, Gepäck und Kosten passt zur Mission?
Wissensdatenbank: Wie Privatflugzeugauswahl und Flugplanung funktionieren
1. Die Reise beginnt mit der Mission, nicht mit einem Modellnamen
Eine belastbare Anfrage beschreibt Abflugort, Ziel, Datum, gewünschte Uhrzeiten, Flexibilität, Gästezahl, Gepäck und besondere Anforderungen. Erst daraus entsteht ein Anforderungsprofil. Ein bestimmter Flugzeugwunsch kann berücksichtigt werden, muss aber zu Strecke und Flughafen passen.
2. Tür-zu-Tür-Zeit ist aussagekräftiger als reine Flugzeit
Privatluftfahrt schafft Zeitgewinn vor allem durch direkte Verbindungen, kleine Terminals, flexible Abflugzeiten und die Nutzung näher gelegener Flughäfen. Ein Turboprop kann in der Luft langsamer sein als ein Jet und trotzdem früher am tatsächlichen Ziel ankommen, wenn er einen langen Bodentransfer vermeidet.
3. Pistenlänge ist nur ein Teil der Flughafenprüfung
Zusätzlich zählen Pistenbreite, Oberfläche, Tragfähigkeit, Steigung, Kontamination, Bremswirkung, Platzhöhe, Temperatur, Wind, Hindernisse, verfügbare Anflugverfahren, Feuerwehrkategorie, Zoll, Einreise, Treibstoff, Handling, Öffnungszeiten und Nachtflugregeln. Eine Liste „anfliegbarer Flughäfen“ kann deshalb nie die Prüfung am Reisetag ersetzen.
4. Nonstop ist nicht in jeder Situation die beste Lösung
Ein Tankstopp kann erforderlich oder sinnvoll sein, wenn Gegenwind, hohe Nutzlast, kurze Piste oder betriebliche Reserven die Nonstop-Reichweite begrenzen. Manchmal ermöglicht ein kleineres Flugzeug mit geplantem Zwischenstopp den näheren Zielflughafen oder eine bessere Verfügbarkeit. Die Gesamtreise muss betrachtet werden.
5. Gepäck wird nach Gewicht, Volumen und Form geplant
Ein weicher Weekender lässt sich anders verstauen als ein starrer Koffer. Golfbags, Ski, Fahrräder, Kinderwagen, Musikinstrumente, Musterkoffer und Tierboxen können die Flugzeugwahl bestimmen. Fotos und Maße helfen der Disposition. „Handgepäck wie bei der Linie“ ist kein verlässlicher Maßstab, weil Gepäckräume je nach Muster sehr unterschiedlich geformt sind.
6. Haustiere benötigen eine eigene Reiseprüfung
Privatflug ermöglicht häufig die Reise mit Hund oder anderem Haustier in der Kabine. Trotzdem gelten Einreise- und Gesundheitsvorschriften. Benötigt werden Tierart, Rasse, Gewicht, Größe, Transportbehälter, Mikrochip-, Impf- und Dokumentenstatus. Bestimmte Länder verlangen Voranmeldung, Gesundheitszeugnisse oder Quarantäne.
7. Schlafplätze sind konfigurierte Liegeflächen
„Sechs Schlafplätze“ bedeutet nicht sechs separate Betten wie in einem Hotel. In Business Jets entstehen Schlafplätze typischerweise durch vollständig oder weitgehend flach verstellbare Sitze, gegenüberliegende Sitzgruppen, Divans oder vorbereitete Liegeflächen. Die konkrete Anordnung sollte anhand eines Kabinenplans erklärt werden.
8. Crew und Kabinenservice hängen von Mission und Flugzeug ab
Große Langstreckenjets fliegen mit zwei Piloten und je nach Mission zusätzlicher Kabinenbesatzung. Kleinere, entsprechend zugelassene Flugzeuge können technisch für einen Piloten zertifiziert sein; der konkrete kommerzielle Betrieb, die Unternehmensvorgaben und die Mission bestimmen jedoch die tatsächliche Crew. Catering, Flight Attendant, Schlafvorbereitung und Sonderwünsche werden individuell bestätigt.
9. Wetter wirkt auf Komfort, Reichweite und Flughafenwahl
Wind beeinflusst Flugzeit und Kraftstoffbedarf. Hohe Temperatur reduziert die Startleistung. Nebel oder tiefe Bewölkung können einen Flughafen ohne geeignetes Präzisionsanflugverfahren unbrauchbar machen. Schnee, Wasser oder Eis verändern die verfügbare Bremswirkung. Bei besonderen Flughäfen ist ein realistischer Alternativplan Teil guter Reiseplanung.
10. Slots, Öffnungszeiten und Genehmigungen können entscheidender sein als Reichweite
Stark nachgefragte Flughäfen vergeben Zeitfenster für Start und Landung. Nachtflugbeschränkungen, Parkpositionen, Zollzeiten, diplomatische Freigaben, Verkehrsrechte und Überfluggenehmigungen können die Route beeinflussen. Bei internationalen oder kurzfristigen Missionen ist operative Koordination daher ein wesentlicher Teil der Leistung.
11. Eigentum, Management, Betrieb und Vermittlung sind verschiedene Rollen
Ein Flugzeug kann einem privaten Eigentümer gehören, von einem Managementunternehmen betreut, unter dem Luftverkehrsbetreiberzeugnis eines Operators betrieben oder über einen Partner vermittelt werden. Vor Vertragsabschluss sollte klar sein, welches konkrete Flugzeug angeboten wird, welche Gesellschaft den Flug durchführt und welche Beförderungsbedingungen gelten. „Flottenportfolio“ beschreibt die verfügbaren beziehungsweise betreuten Muster, nicht automatisch eine einheitliche Eigentumsstruktur.
Die Unternehmensstruktur und die Geschäftsbereiche Executive Aviation, Charter und Cargo beschreibt die Seite Lohn Aviation Group. Der tatsächlich ausführende Operator und das konkrete Luftfahrzeug werden für jeden Flug separat benannt und bestätigt.
12. Sicherheit lässt sich nicht aus Alter oder Triebwerkszahl allein ableiten
Relevante Faktoren sind Zulassung, Betreiberzeugnis, Wartung, Crewqualifikation, Training, Safety Management, Wetterentscheidungen, Einsatzverfahren und behördliche Aufsicht. Ein junges Flugzeug ist kein Ersatz für gute Prozesse; ein einmotoriges Flugzeug ist nicht allein wegen der Triebwerkszahl bewertbar. Für Kunden sind transparente Angaben zum ausführenden Operator und zum konkreten Flugzeug sinnvoll.
13. Emissionen hängen stark von Flugzeuggröße, Auslastung und Strecke ab
Ein kleineres, passend dimensioniertes Flugzeug benötigt in der Regel weniger Treibstoff als ein großer Langstreckenjet auf derselben kurzen Mission. Die tatsächliche Klimawirkung hängt von Flugzeug, Triebwerken, Strecke, Flughöhe, Belegung, Positionierungsflug und Kraftstoff ab. Sustainable Aviation Fuel kann – abhängig von Verfügbarkeit, Lieferkette und Beimischung – die Lebenszyklus-Emissionen reduzieren, macht einen Flug aber nicht emissionsfrei.
14. Ein belastbares Angebot braucht konkrete Reisedaten
- Abflug- und Zielflughafen oder Start- und Zieladresse
- Datum, gewünschte Uhrzeit und zeitliche Flexibilität
- Anzahl der Erwachsenen, Kinder und gegebenenfalls Säuglinge
- Anzahl, Maße und Gewicht der Gepäckstücke
- Sportausrüstung, Sondergepäck oder Waren
- Haustiere mit Art, Größe und Gewicht
- Kabinenwünsche, Schlafbedarf, Catering und Konnektivität
- Rückflug, weitere Etappen und Wartezeiten
- Staatsangehörigkeiten, sofern für Einreise und Genehmigungen relevant
Glossar der Privatluftfahrt
- AOC – Air Operator Certificate
- Luftverkehrsbetreiberzeugnis. Es bestätigt, dass ein Unternehmen gewerbliche Luftbeförderung unter den dafür geltenden Voraussetzungen durchführen darf. Der konkrete ausführende Operator sollte im Angebot benannt sein.
- Alternative / Ausweichflughafen
- Flughafen, der in der Planung als Ausweichmöglichkeit vorgesehen wird, falls der Zielflughafen nicht nutzbar ist. Die Distanz zum Alternate beeinflusst den erforderlichen Kraftstoff.
- Blockzeit
- Zeit vom Lösen der Parkbremse am Abflug bis zum Setzen der Parkbremse am Ziel. Sie umfasst Rollen und Flug und ist länger als die reine Flugzeit.
- Cabin Altitude / Kabinenhöhe
- Der Luftdruck in einer Druckkabine wird als entsprechende Höhe angegeben. Eine niedrigere Kabinenhöhe kann auf langen Flügen den Komfort verbessern.
- Empty Leg
- Positionierungsflug ohne gebuchten Hauptkunden, der mitunter vergünstigt angeboten wird. Route und Zeit richten sich meist nach dem zugrunde liegenden Flug und sind weniger flexibel.
- Ferry- oder Positionierungsflug
- Flug, der ein Flugzeug zum Startpunkt der Kundenreise oder nach dem Kundenflug zu seinem nächsten Einsatz bringt. Positionierung beeinflusst Verfügbarkeit und Preis.
- IFR
- Instrument Flight Rules, also Instrumentenflugregeln. Sie erlauben Flüge nach Instrumentenverfahren und erfordern definierte Planung, Ausrüstung und Reserven.
- KTAS
- Knots True Airspeed. Ein Knoten entspricht einer nautischen Meile pro Stunde beziehungsweise 1,852 km/h. KTAS beschreibt die wahre Geschwindigkeit relativ zur umgebenden Luft, nicht die Geschwindigkeit über Grund.
- Mach
- Verhältnis der Fluggeschwindigkeit zur lokalen Schallgeschwindigkeit. Mach 0,80 entspricht 80 Prozent der lokalen Schallgeschwindigkeit; der km/h-Wert verändert sich mit Temperatur und Flughöhe.
- Nautische Meile
- In Luft- und Seefahrt verwendete Distanz. Eine nautische Meile, abgekürzt nm, entspricht exakt 1,852 Kilometern.
- NBAA-IFR-Reichweite
- Vergleichswert nach definierten Annahmen zu Passagieren, Reiseprofil und Instrumentenflugreserven. Auch NBAA-IFR-Werte verschiedener Hersteller können unterschiedliche Detailannahmen haben.
- Nonstop
- Flug ohne planmäßige Zwischenlandung. „Direktflug“ wird umgangssprachlich oft gleich verwendet, kann in anderen Verkehrskontexten aber eine Zwischenlandung einschließen.
- Payload / Nutzlast
- Gewicht von Gästen, Gepäck und weiterer Ladung. Mehr Nutzlast kann die mitführbare Kraftstoffmenge und damit die Reichweite begrenzen.
- Short Field
- Betrieb auf einer vergleichsweise kurzen Start- oder Landebahn. Eine individuelle Performanceberechnung ist immer erforderlich.
- Slot
- Zugewiesenes Zeitfenster für Start oder Landung an koordinierten Flughäfen. Ein Slot kann die gewünschte Abflugzeit begrenzen.
- Turboprop
- Gasturbine, die überwiegend einen Propeller antreibt. Turboprops kombinieren Turbinentechnik mit Propellereffizienz und sind besonders auf kurzen bis mittleren Strecken stark.
- Very Light Jet
- Kompakte Klasse kleiner Business Jets, typischerweise für wenige Gäste und kurze bis mittlere Strecken. Die Phenom 100EV gehört zu dieser Kategorie.
- Wet Lease / ACMI
- Bereitstellung eines Flugzeugs einschließlich Aircraft, Crew, Maintenance und Insurance. Der Begriff ist vor allem im Airline- und Großchartergeschäft relevant und nicht mit einer einzelnen Privatjetbuchung gleichzusetzen.
Häufige Fragen zur Lohn Aviation Flotte und zur Flugzeugauswahl
Welche Flugzeuge gehören zum aktuellen Executive-Flottenportfolio von Lohn Aviation?
Maßgebliche Bestandsquelle ist die aktuelle Executive-Flottenübersicht von Lohn Aviation. Dieser Flottenratgeber dokumentiert und erläutert Dassault Falcon 8X, Dassault Falcon 7X, Gulfstream G550, Pilatus PC-24, Cessna Citation XLS Gen2, Embraer Phenom 300E, Pilatus PC-12 NGX, Embraer Phenom 100EV, Daher TBM 960 und Diamond DA62. Die konkrete Verfügbarkeit und Kabinenkonfiguration wird für jeden Flug bestätigt.
Welches Flugzeug hat die größte veröffentlichte Reichweite?
Unter den hier aufgeführten Mustern hat die Gulfstream G550 mit bis zu 6.750 nm beziehungsweise 12.501 km die größte veröffentlichte Herstellerreichweite. Danach folgen Falcon 8X mit 6.450 nm und Falcon 7X mit 5.950 nm. Diese Werte gelten unter definierten Herstellerbedingungen.
Welche Flugzeuge eignen sich für interkontinentale Nonstop-Flüge?
Vor allem Falcon 8X, Falcon 7X und Gulfstream G550. Ob eine konkrete Verbindung nonstop möglich ist, hängt von Strecke, Wind, Wetter, Gästen, Gepäck, Reserven, Flughäfen und tagesaktueller Performance ab.
Welches Flugzeug eignet sich für kurze oder unbefestigte Pisten?
PC-24 und PC-12 NGX sind besonders vielseitig. Die PC-24 ist für bestimmte unbefestigte Oberflächen zertifiziert; auch die PC-12-Familie kann geeignete Gras-, Kies- oder Schneepisten bedienen. Jede Piste wird individuell auf Länge, Zustand, Tragfähigkeit, Hindernisse, Wetter und Beladung geprüft.
Kann jedes als Short-Field-fähig bezeichnete Flugzeug in Courchevel, London City oder La Môle landen?
Nein. Diese Flughäfen haben jeweils eigene Verfahren, Zulassungen, Steigungen, Pistenbedingungen, Betriebszeiten und Crew-Anforderungen. Flugzeugmuster, konkretes Luftfahrzeug, Crew, Wetter und Beladung müssen für den jeweiligen Flug zugelassen und geeignet sein.
Was ist der Unterschied zwischen PC-24 und PC-12 NGX?
Die PC-24 ist ein zweistrahliger Jet und deutlich schneller. Die PC-12 NGX ist ein einmotoriger Turboprop und auf vielen kurzen bis mittleren Regionalstrecken effizient. Beide bieten große Frachttüren und starke Kurzfeldfähigkeiten. Die richtige Wahl hängt von Distanz, Piste, Zeit, Gepäck und Kabinenbedarf ab.
Was ist der Unterschied zwischen Phenom 300E und Phenom 100EV?
Die Phenom 300E ist größer, schneller und reichweitenstärker. Die Phenom 100EV ist ein kompakter Very Light Jet für kurze bis mittlere Strecken mit kleineren Gruppen. Lohn Aviation gibt acht beziehungsweise fünf Gäste an.
Wie weit kann die Phenom 100EV fliegen?
Embraer veröffentlicht bis zu 1.178 nautische Meilen, entsprechend rund 2.182 Kilometern, mit vier Insassen und definierten Reserven. Die Zahl 1.178 bezeichnet nautische Meilen, nicht Kilometer.
Ist die Citation XLS Gen2 dasselbe Flugzeug wie die Citation XLS+?
Nein. Citation XLS+ und Citation XLS Gen2 sind unterschiedliche Varianten der Citation-560XL-Familie. Die offizielle Bezeichnung des neueren Modells lautet Cessna Citation XLS Gen2. Bei der Buchung sollte die konkrete Variante bestätigt werden.
Sind Herstellerreichweiten garantierte Nonstop-Reichweiten?
Nein. Herstellerreichweiten sind Vergleichswerte unter festgelegten Bedingungen. Nutzlast, Gepäck, Gegenwind, Temperatur, Enteisung, Streckenführung, Ausweichflughafen, Reserven und Piste verändern die praktisch planbare Reichweite.
Ist der größte Privatjet automatisch die beste Wahl?
Nein. Der beste Typ ist derjenige, der Strecke, Gäste, Gepäck, Flughafen, Zeitplan, Komfort und Kosten sinnvoll verbindet. Ein kleineres Flugzeug kann durch einen näher gelegenen Regionalflugplatz die kürzere Gesamtreise ermöglichen.
Welches Flugzeug ist für Familien besonders geeignet?
Das hängt von Strecke, Familiengröße und Gepäck ab. Auf regionalen Strecken ist die PC-12 NGX wegen Kabine und Frachttür oft interessant. Für Europa können PC-24 oder Citation XLS Gen2 passen. Auf Langstrecken bieten Falcon 8X, Falcon 7X und G550 mehr Raum und Schlafmöglichkeiten.
Welches Flugzeug ist für zwei bis vier Geschäftsreisende sinnvoll?
Auf kurzen bis mittleren Strecken kommen TBM 960, Phenom 100EV, Phenom 300E oder PC-12 NGX infrage. Die beste Wahl hängt von Piste, Gepäck, gewünschter Geschwindigkeit, Kabinengröße und Distanz ab.
Kann ich Golfbags, Ski oder Fahrräder mitnehmen?
Häufig ja, aber nur nach vorheriger Prüfung. Anzahl, Länge, Breite, Höhe und Gewicht der Ausrüstung sollten angegeben werden. PC-24 und PC-12 NGX haben große Frachttüren und sind bei sperrigem Gepäck oft vorteilhaft.
Kann ich mit Haustier im Privatjet reisen?
Haustiere können nach Abstimmung häufig in der Kabine reisen. Frühzeitig benötigt werden Tierart, Rasse, Größe, Gewicht, Transportbehälter, Route und Dokumente. Einreise-, Impf- und Quarantäneregeln bleiben uneingeschränkt gültig.
Was bedeutet „Schlafplatz“ im Privatjet?
Schlafplätze entstehen je nach Kabine durch umbaubare Sitzgruppen, vollständig oder weitgehend flache Sitze, Divans oder vorbereitete Liegeflächen. Es handelt sich nicht automatisch um separate Betten. Der konkrete Kabinenplan ist maßgeblich.
Was ist sicherer: Jet oder Turboprop?
Eine seriöse Sicherheitsbewertung lässt sich nicht allein aus der Antriebsart ableiten. Zulassung, Wartung, Crewtraining, Operator, Wetterentscheidung, Verfahren und Aufsicht sind entscheidend. Für den konkreten Flug sollten ausführender Operator und Luftfahrzeug transparent benannt sein.
Warum kann die planbare Reichweite im Winter anders sein als im Sommer?
Windmuster, Temperatur, Vereisungsbedingungen, Enteisung, Pistenkontamination und die Auswahl von Ausweichflughäfen verändern Kraftstoffbedarf und Performance. Im Sommer können hohe Temperaturen an hoch gelegenen oder kurzen Pisten die Startleistung begrenzen.
Wie kurzfristig kann ein Privatflug organisiert werden?
Das hängt von Flugzeug- und Crewverfügbarkeit, Positionierung, Slots, Flughafenöffnungszeiten, Handling, Wetter und Genehmigungen ab. Ein einfacher Europaflug kann oft schneller organisiert werden als eine komplexe internationale Mission.
Kann ich einen bestimmten Flugzeugtyp verbindlich buchen?
Ja, sofern das konkrete Flugzeug verfügbar, für die Mission geeignet und vertraglich bestätigt ist. Bei technischen oder operativen Änderungen kann eine Ersatzregelung greifen. Angebot und Beförderungsbedingungen sollten Typ, Ausführung und mögliche Substitution klar beschreiben.
Was ist der Unterschied zwischen Operator und Broker?
Ein Betreiber beziehungsweise Operator ist für den Betrieb eines Flugzeugs innerhalb der jeweils anwendbaren Betriebsstruktur verantwortlich. Bei gewerblicher Luftbeförderung ist der ausführende AOC-Inhaber das rechtlich verantwortliche Luftfahrtunternehmen. Lohn Aviation Executive betreibt 23 Flugzeuge; Eigentum, Aircraft Management und die AOC-Zuordnung einer konkreten Mission sind getrennt zu betrachten. Ein Broker vermittelt Flugleistungen, ohne selbst Betreiber des angebotenen Fluges sein zu müssen.
Wie entsteht der Preis eines Privatfluges?
Wichtige Faktoren sind Flugzeugtyp, Flug- und Blockzeit, Positionierung, Crew, Flughafen- und Handlinggebühren, Slots, Enteisung, Parkzeit, Übernachtung, Genehmigungen, Catering und Steuern. Ein günstiger Stundensatz führt nicht automatisch zum günstigsten Gesamtangebot.
Kann Sustainable Aviation Fuel eingesetzt werden?
Viele moderne Business Aircraft können zugelassene SAF-Beimischungen nutzen. Ob SAF für einen konkreten Flug physisch verfügbar ist oder über ein Book-and-Claim-Modell angerechnet wird, hängt von Flughafen, Lieferkette und Anbieter ab. SAF reduziert Lebenszyklus-Emissionen, macht einen Flug aber nicht emissionsfrei.
Datenstand, Quellen und redaktionelle Methodik
Datenstand: 10. Juli 2026. Das Executive-Flottenportfolio und die Lohn-Aviation-Konfigurationen wurden mit der veröffentlichten aktuellen Flottenübersicht abgeglichen. Technische Referenzwerte stammen vorrangig aus Herstellerunterlagen. Wenn Hersteller unterschiedliche Nutzlast-, Reserve- oder Geschwindigkeitsannahmen verwenden, wird dies im Text kenntlich gemacht. Die Seite sollte mindestens quartalsweise sowie bei jedem Flottenzugang, Flottenabgang oder Konfigurationswechsel überprüft werden.
Diese Seite dient der verständlichen Einordnung. Sie ersetzt weder Flughandbuch noch Performanceberechnung, Angebot, Beförderungsvertrag, Sicherheitsbewertung oder operative Freigabe. Maßgeblich sind immer das konkrete Luftfahrzeug, die tatsächliche Kabine, die Flugplanung des ausführenden Operators und die Bedingungen am Reisetag.
Primärquellen
- Lohn Aviation: aktuelle Executive-Flottenübersicht
- Lohn Aviation Group: Unternehmensstruktur und Geschäftsbereiche
- Dassault Aviation: Falcon 8X
- Dassault Aviation: Falcon Family
- General Dynamics / Gulfstream: G550 performance
- Pilatus Aircraft: PC-24
- Textron Aviation: Citation XLS Gen2 performance and certification
- Embraer: Phenom 300E brochure
- Embraer: Phenom 100EV performance reference
- Pilatus Aircraft: PC-12 NGX
- Daher Aircraft: TBM 960
- Diamond Aircraft: DA62 technical specifications
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